Phosphatbinder

Im nachfolgenden Abschnitt informieren wir Sie über das Vorkommen von Phosphaten und Kalium in der Nahrung. Sie erfahren, welche Möglichkeiten Sie nutzen können, um die Aufnahme von den beiden Mineralstoffen zu reduzieren. Phosphate können Sie jedoch nach der zeitigem Wissenstand nicht komplett meiden und daher werden Phosphatbinder eingesetzt. Über die Art der Einnahme und den richtigen Zeitpunkt informieren wir Sie im Rahmen Ihrer Behandlung. Die hier aufgeführten Informationen sollen Sie beim Verstehen der Zusammenhänge helfen. 

Phosphat  

Phosphat ist ein Mineralstoff bestehend aus Phosphor und Sauerstoff. Phosphat wird vor allem über die Nieren ausgeschieden und deshalb kommt es bei einer Verschlechterung der Nierenleistung zu einem Anstieg der Phosphatmenge im Körper. Die hohe Phosphatmenge im Körper bewirkt eine geringere Aufnahme von Calcium aus der Nahrung. Der Körper reagiert darauf  mit dem Abbau von Calcium aus den Knochen, wodurch es zu Knochenschmerzen, oder sogar Knochenbrüchen kommen kann. Durch die höheren Mengen an Phosphat und Calcium im Blut kann es zu Ablagerungen von Calciumphosphat an Gefäßen, Organen und Weichteilgeweben kommen.  

Mit dem Wissen, welche Nahrungsmittel einen natürlichen oder durch Konservierungsmittel erzeugten hohen Phosphatgehalt haben, können Sie Ihre die Zufuhr von Phosphat mit der richtigen Nahrung bewusst verringern.  

Achten Sie auch auf Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker. Phosphathaltige Zusatzstoffe sind u.a. E338, E339, E340, E341, E450a, E450b, E450c, E540, E545, E544  

Viele Lebensmittel sind auch mit Phosphat als Konservierungsstoff oder Geschmacksverstärker versetzt, z.B. viele Colagetränke oder Schmelzkäse.  

Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie bei uns in der Praxis. Über die Internetseite Dialyse und Ernährung können Sie sofort weitere Informationen abrufen.  

 

Kalium

Kalium ist ein Mineralstoff, der vor allem über die Niere ausgeschieden wird. Kalium ist wichtig für die Muskelfunktion und den Rhythmus des Herzschlages. Der Normalwert für Kalium im Blut ist 3,5 - 5,00 mmol/l (kann je nach Labor etwas abweichen)  

Zeichen eines zu hohen Kaliumwertes können Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen und Störungen des Herzschlages sein. (zu langsam, zu schnell, stolpernd...) Bei den meisten Patienten mit Nierenschwäche kommt es zu erhöhten Kaliumwerten. Manche Medikamente können den Kaliumwert erhöhen oder senken.  

Kalium gelangt hauptsächlich mit der Nahrung in den Körper. Wenn bei Ihnen mehrmals erhöhte Kaliumwerte festgestellt wurden, ist eine kaliumarme Ernährung wichtig. 

Der Kaliumgehalt einiger Lebensmittel kann durch wässern und weggießen des Wassers deutlich verringert werden. Das ist z.B. bei Kartoffeln und Gemüse möglich. Dazu sollen die Lebensmittel klein geschnitten und kurz auf 70 Grad erhitzt werden. Nach dem Abkühlen das Wasser wechseln und das Lebensmittel im frischen Wasser garen. Das Kochwasser anschließend wegschütten. Wasser aus Konserven und Wasser das beim Auftauen gefrorener Lebensmittel entsteht, soll weggeschüttet werden.   

Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie bei uns in der Praxis. Über die Internetseite Dialyse und Ernährung können Sie sofort weitere Informationen abrufen. 

 

weiterführende Informationen zu diesem Thema:

Deutsche Nierenstiftung 

- Ernährung bei Nierenerkrankungen

- Informationen für Interessierte und Betroffene

 

Deutsches Ernährungs- und Informationsnetz

- Ernährungstipps Nierenerkrankungen