Dialyse und Berufstätigkeit 

Bild eines Dialysegerätes

Dialysepflichtigkeit bedeutet nicht automatisch, dass Sie berufsunfähig sind oder eine Rente erhalten.  

Vielleicht können Sie sich zur Zeit nicht vorstellen, weiter berufstätig zu sein, da die Dialyse Ihr Leben auf den Kopf stellt und Sie sich den Anforderungen momentan nicht gewachsen fühlen. Wir empfehlen Ihnen, die Entscheidung über Ihren beruflichen WErdegang erst nach einem halben Jahr zu treffen. Ihr Körper und auch Ihre Seele haben sich dann an die Behandlung und alle notwendigen Umstrukturierungen gewöhnt.  

Es ist besonders wichtig für Sie zu wissen, dass alle Renten heute in der Regel als Zeitrenten vergeben werden. Das bedeutet, dass eine Überprüfung nach 2 Jahren stattfindet.  

Hat sich dann an Ihrer gesundheitlichen Situation etwas geändert, wird Ihnen die Rente unter Umständen auch wieder aberkannt. Nun müssen Sie entweder arbeiten gehen, wobei es sehr schwierig sein kann, Arbeit zu finden oder Sie sind auf den Unterhalt durch Ihre Angehörigen angewiesen oder aber auf das Arbeitslosengeld II (besser bekannt als Harz IV). Ganz konkret bedeutet dies auch, dass eine erfolgreiche Transplantation mit einem guten Ergebnis zur Aberkennung der Rente führen kann.  

 

Folgendes sollten Sie im Rahmen Ihrer Berufstätigkeit beachten:

  • Keine schwere körperliche Belastung
  • Meiden Sie ungünstige Witterungsbedingungen (kalt, feucht, zugig)
  • Möglichst keine Schicht- Nachtarbeit
  • Möglichst keine ständig wechselnden und weit entfernten Einsatzorte (z.B. Montagetätigkeiten)

Tipp:

Bei drohenden Problemen am Arbeitsplatz ist es ratsam, dass Sie frühzeitig Kontakt zum Integrationsamt aufnehmen. (unter Kontakt  auf der Website des Amtes finden Sie das für Sie zuständige Amt)   

Die Integrationsämter sind für den Schutz schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben zuständig. Sie erhalten zu großen Teilen die Mittel aus der Ausgleichsabgabe. Das ist der Betrag, den Firmen zahlen müssen, wenn sie keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen.